Ein Haus für Hospiz- und Palliativarbeit am Jadebusen

Der Neubau bietet Platz für die ambulante Arbeit der Hospizbewegung und ihre Partner sowie für ein stationäres Haus mit acht Zimmern und Gästezimmern.

Das Haus

Das Angebot des Hauses der Hospiz- und Palliativarbeit „Am Jadebusen“ richtet sich an unheilbar erkrankte Menschen und ihre Zugehörige. Hier steht der Mensch mit all seinen Facetten im Mittelpunkt. Räumlich wird das Hospiz in den ambulanten Bereich mit seinen Büros und einem Besprechungsraum und den stationären Bereich mit acht Gastzimmern, der Wohnküche, dem Pflegebad, dem Raum der Stille und Büroräumen unterteilt

Ambulant

Die Hospizbewegung Varel e. V. begleitet schwerstkranke Menschen und ihre Familien auf dem letzten Weg in ihrem Zuhause. Die Ehrenamtlichen haben Zeit zum Zuhören, für Gespräche oder sind einfach auch nur da. Sie kommen nach Hause, ins Pflegeheim oder Krankenhaus. Für die Zugehörigen ist dies eine große Entlastung.
Für Familien, in denen ein Kind lebensbegrenzt oder lebensbedroht erkrankt ist, stehen ausgebildete Kinder- und Familienbegleiter zur Verfügung. Die Unterstützung erfolgt während der Erkrankung, aber auch darüber hinaus.
Für die Erstgespräche stehen die hauptamtlichen Koordinator*innen zur Verfügung. Sie können im Bedarfsfall auch die palliative-pflegerische Beratung gewährleisten.
Im Rahmen der Hospizarbeit bietet die Hospizbewegung auch Trauerbegleitung und Trauergesprächskreise in den Räumlichkeiten des Hauses der Hospiz- und Palliativarbeit an.

Stationär

In Hospiz am Wattenmeer wird unheilbar erkrankten Menschen eine würdevolle und selbstbestimmte letzte Lebensphase ermöglicht. Der Gast wird durch ein multiprofessionelles Team individuell und liebevoll gepflegt, betreut und begleitet. Fester Bestandteil sind hoch qualifizierte Pflegefachkräfte, die eng mit den ehrenamtlichen Hospizhelfer*innen, den betreuenden Hausärzt*innen, Palliativmediziner*innen, Seelsorger*innen, Sozialarbeiter*innen, Physiotherapeut*innen und anderen Therapeut*innen zusammenarbeiten. Die Mitarbeiter*innen setzen sich für eine hohe Lebensqualität der Gäste ein - möglichst frei von Schmerzen und anderen Symptomen, wie z. B. Übelkeit oder Ängsten. Gemeinsam sind sie für den Gast mit seinen individuellen Bedürfnissen da. Er soll sich im Hospiz zu Hause fühlen und den Tagesablauf mitbestimmen. Die Mahlzeiten können entweder im Zimmer oder in der gemeinsamen Wohnküche eingenommen werden. Das Mittagessen der Hospizgäste wird angeliefert. Frühstück und Abendessen werden in der eigenen Küche zubereitet. So kann das Hospizteam aus Haupt- und Ehrenamt auf individuelle Wünsche eingehen.
Jedes Gästezimmer hat ein eigenes Bad und einen Zugang auf die Terrasse. So kann der Gast bei sonnigen Tagen seine Zeit draußen an der frischen Luft verbringen. Zum Verweilen lädt auch der große Garten ein.
Die Zugehörigen sind im Hospiz jederzeit willkommen und können nach Absprache mit der Leitung ebenfalls hier übernachten. Es ist Platz für gemeinsames Essen und Feiern, für Tränen und für Lachen.

Das Pflegeteam steht dem Gast bei der für die Aufnahme bei den Formalitäten zur Seite und veranlasst die notwendigen Schritte. Weitere Ansprechpartner*innen sind:

  • im Falle eines Krankenhausaufenthaltes der Sozialdienst. Er hilft bei der Suche nach einem Hospizplatz, stellt den Kontakt zum stationären Hospiz her und vermittelt den Hospizplatz.
  • das Hospiz. Die jeweilige Leitung setzt sich in Kontakt mit den Zugehörigen, Ärzt*innen bzw. dem Sozialdienst des Krankenhauses.
  • der ambulante Hospizdienst, der bisher den / die Patient*in zu Hause begleitet hat.
  • der / die Hausarzt*in oder behandelnde Palliativmediziner*in.
  • Pflegestützpunkte. Über sie können Informationen über das am nächst liegenden Hospiz eingeholt werden.